Freitag, 8. März 2013

Tag 14 - Die Katze auf dem lauwarmen Blechdach

Liebe Leute, heute bin ich weiterhin damit beschäftigt die Informationen der letzten beiden Wochen in mehrere Dokumente umzuordnen, um so die Geschichte des Maker weiter in den Kontext zu rücken. Bei einem Gang in die Küche ist mir aber ein Nachbar aufgefallen, der sich mir noch vorgestellt hatte: Eine schwarze, buschige Katze. Es gibt hier mindestens noch eine andere Katze, die aber so schreckhaft ist das die schon weg ist, wenn man nur versucht das Fenster aufzumachen. Aber diese schwarze Katze ist so ruhig und gelassen das die nach ca. 30 Sekunden zurufen bereits das Interesse an mir verloren hat, und weiter auf dem Dach vom Vorbau der Küche liegen bleibt. In your life you need a dog to adore you, and a cat to ignore you!
Im sitting on your roofz, occupying your blogz
Vielleicht keine Neuigkeiten für die man die Presse anhalten muss, aber Katzen und Internet vertrugen sich schon immer gut.

Mittwoch, 6. März 2013

Tag 12 - Nachforschung in Plymouth

Museum, Bücherei und Universitäts-Bibliothek
Nachdem das Wetter mich leider daran hinderte das Steinhaus das ich gestern beschrieben hatte auf der anderen Seite der Meerenge zu besichtigen, konnte ich zumindest einen genaueren Blick in das Museum und die Büchereien werfen. Das Museum war interessant, aber leider fehlte der Ausstellungsteil den ich gesucht habe, die bronzenen Pfeilspitzen die beim Maker gefunden wurden. Anscheinend wurde diese an eine andere Ausstellung gegeben, die wohl bei Essex im Moment residiert. Vielleicht kann ich da noch mit der Bahn hinfahren, ich würde gerne noch etwas über die British Railways aus erster Hand herausfinden.
Die Stadtbücherei ist hingegen in einem wunderschönen Gebäude, das mit einem exzellenten Glasfenster im Kirchenstil ausgestattet ist, welches ich mal unten gepostet habe.

Das Mosaikfenster ist hierbei nicht mal ein Kirchenfenster, sondern nur daran angelehnt und in Andenken eines Bürgermeisters von Plymouth an seine Frau Anfang des 20. Jahrhunderts konstruiert. Funky.
Die Bibliothek ist recht gut ausgestattet, sogar mit einer passablen Sektion für Popmusik. Da ich die Informationen die ich gefunden habe noch weiter auswerten muss, kann ich leider noch nicht sagen wie sinnvoll die Infos sind die ich gefunden habe. Die Literaturdatenbank werde ich bis Ende der Woche aber definitiv fertig haben.
Die Universitätsbibliothek hingegen ist leider nicht so ausufernd ausgestattet was spezifische Literatur zum Maker angeht. Die Bücher über (antike und mittelalterliche) Geschichte, Minenkultur, Küste, Erzählungen und Politik von Cornwall haben alle eine unangenehme Leere was den Maker angeht. Ich hoffe, dass ich meine Suchbegriffe weiter eingrenzen kann, um spezifischere Literatur zu finden die nicht unter meine bisherigen Suche fällt. Aber jeder der schon mal eine literaturorientierte Forschungsarbeit geleistet hat weiss wovon ich rede. Und Forschung trägt immer das Potenziel für Erfolglosigkeit, was in der Natur indeterminierbarer Prozesse liegt, aber ich will hier niemanden mit Wissenschaftstheorie langweilen. Da zitiere ich lieber Andy Savage von den Mythbusters: Failure is always an option!

Dienstag, 5. März 2013

Tag 11 - Weitere Maker-Forschung

Heute habe ich die meiste Zeit damit verbracht weitere Ruinen vom Maker zu sichten und zu dokumentieren. Deswegen gehe ich direkt bei einigen Sachen etwas ins Detail die ich hier poste:
Dies ist der einzige heute noch sichtbare Teil des Maker Hospitals, einem Militärkrankenhaus das zu der napoleonischen Zeit errichtet wurde. Es ist nicht ganz sicher welcher Teil des Gebaudes dies ist, aber es führt weiter nach unten, in eine leider überflutete Gegend, die erst noch ausgepunpt werden muss die nächsten Jahre.

Dies ist eine Tafel an Mount Edgecombe, die an einem Haus restauriert wurde das dazu diente die Meerenge vor Plymouth zu beobachten. Es gibt noch ein weiteres Haus auf der anderen Seite, das ich morgen noch besuchen werde. Dann kann ich auch einige Bilder der Gegend hinzufügen um das mal etwas genauer zu erklären.

Diesen Türbogen mag ich besonders. Er findet sich an der Küste bei Mount Edgecombe und zeigt auf wunderbare Weise das Jahr in dem er konstruiert wurde. Oder neugebaut. Oder überflutet...irgendwas von dem. Ich werde nachfragen wenn ich meine nächste Tour an der Ecke mache. Das Gitter dass ein eindringen blockiert könnte außerdem mal ein paar Eimer Hammerit vertragen, was man aber auf den Bildern nicht so gut sieht.

Das ist Redoubt (Schanze) Nummer 5, die sich auf dem Maker befindet. Es ist ein kleines Fort das ursprünglich eine Zugbrücke hatte, wie man am Eingang und den im Graben vorgelagerten Steinen sieht. Leider hatten wir keine Leiter griffbereit um reinzugehen, aber nächste Woche werde ich die Zeit dazu finden und weiter ins Detail gehen. Außerdem wächst dort noch ein Gewächs, das man eher nicht so oft in der Gegend sieht:


Hierbei rede ich von den hellgrünen "farnigen" Blättern des Baumes, die ich in der Form sonst noch nie gesehen habe. Und irgendwie weiss auch keiner wie es heisst. Aber dafür ist es angeblich ein gutes Zeichen für die Luftqualität.

Das wars auch erstmal wieder, morgen gehe ich ins Plymouth Museum of History und versuche mein theoretisches Wissen weiter auszubauen.

Montag, 4. März 2013

Cider - Letzte Worte

Nachdem ich inzwischen den teuren Cider getrunken habe, möchte ich noch ein paar Gedanken dazu loswerden: Der "gute" Cider geht viel mehr in die Richtung des Weines im Allgemeinen, er hat eine dickflüssigere Konsistenz und etwas das ich ohne zu zweifeln als Bouquet bezeichnen würde. Da er auch keine Kohlensäure hat ist er eigentlich schon sehr ähnlich dem Apfelwein, hat aber weniger Aroma (dafür nunmal feiner). Es steht außer Frage das es hohe Qualitätsunterschiede zwischen den Produkten der unterschiedlichen Preiskategorien gibt, aber deswegen habe ich nicht die Extreme des Ciders ausgelotet. Mir ging es darum die Reichweite des Geschmacks besser erkennen zu können, und deswegen kann ich nun eine Empfehlung für Cider abgeben: Finger weg von dem Zeug wo der Liter weniger als 2 Pfund kostet, alles darüber ist qualitativ okay (außer der White Cider). Fazit: Cider ist etwas für den Hesse fern der Heimat der ihn gerne gespritzt trinkt. Der teure ist ungespritzt aber nicht so süffig wie Äppler.

Sonntag, 3. März 2013

Die erste Woche - Rückblicke, Eindrücke und Stimmungen

Die Engländer
Bis jetzt bin ich nur offenen und freundlichen Leuten hier begegnet, und jedes Kommunikationsproblem könnte zur Zufriedenheit aller beseitigt werden. Ich will hierbei eigentlich keine generellen Äußerungen treffen, aber ich habe definitiv das Gefühl das die Leute hier etwas Zufriedener und Glücklicher sind, auch wenn die Arbeitslosenrate hier recht hoch ist. Jeder kennt hier jeden und viele Leute sind kommunikationsbereit, so das man etwas über sie und die Gegend lernen kann.
Das Pub
Das Pub hat in England eine sozialere Bedeutung als in Deutschland. Die Menschen bewegen sich unterschiedlich als die eher gehfaulen Deutschen, und so lernt man schnell neue Leute kennen, alleine dadurch an der Theke zu sitzen. Da die Engländer gerne lachen und auch kontaktfreudig sind kommt man so recht schnell ins Gespräch, und die meisten haben eine Geschichte über Deutschland zu erzählen. Leider ist dafür die "Stammtischdiskussion" über Politik weniger beliebt, da es hier ein nüchternes Thema ist, dass man eher bei einem Tee oder Kaffee bespricht.
Meinungen über Deutschland
Bis jetzt habe ich von niemandem etwas negatives über Deutschland vernommen, nicht mal hat mir jemand etwas vom Krieg erzählt oder wie die Bundesregierung sich in Europa anstellt. Das Interesse an den Nachbarn auf dem Kontinent ist da und ich habe bis jetzt nicht den Eindruck von Euroskeptizismus vernommen.
Busse und Straßen
Die Straßen von Cornwall sind relativ schmal und nicht unbedingt im besten Zustand. Die Busse brauchen dabei schon gefühlte 95% der Straße, aber bis jetzt habe ich nie gesehen das es ein Problem mit dm Gegenverkehr gab. Aber die Busfahrer sind auch unterwegs wie die Henker, sind aber trotz ihrem Bleifuss oft zu spät. Vor allem in einem Doppeldecker fühlt man sich oben wie in einer Achterbahn.
Weitere Gedanken
Die Luft bekommt mir sehr gut, die Partys wirklich spitze, und selbst an das Ale kann man such gewöhnen.
Auch wenn ich noch nicht weiß ob ich hier wohnen wollen würde, bin ich mir sicher das ich in Zukunft hier mal meinen Urlaub verbringen werde.
Ich habe noch einige Fotos von einer Wanderung von Heute angehängt über die es sonst nichts interessantes zu berichten gibt.

Addendum: Etwas weiteres das mir aufgefallen ist, die Jugend hier in der ganzen Gegend hat eine sehr starke Raucherquote. Ich bin mir nicht sicher wie ich das werten soll, ich dachte nur das ich es mal erwähne.

Samstag, 2. März 2013

Tag 8 - Plymouth Aquarium

Heute hatten wir eine weitere Bildungsreise nach Plymouth, diesmal um das Aquarium zu besuchen. Ich kann nicht allzu viel dazu sagen, weil jeder der sich ein paar Fische in geschmückten Tanks vorstellt hat schon ein relativ genaues Bild vor Augen.

Einer der 3 Haie des Aquariums
Ansonsten war nicht sonderlich viel los da, also sind wir danach noch etwas durch Plymouth gelaufen, und ich habe etwas gefunden was ich schon seit Jahren suche: Schlehen Gin (Sloe Gin). Ich hatte nicht genug Geld dabei um mir direkt eine mitzunehmen, aber dafür gabs es da den wohl qualitativ hochwertigsten Cider (siehe Bild) wo leider der Liter auch 6 Pfund kostet. Bin mal gespannt wie der schmeckt.

Weiterhin konnte ich meine Panorama Funktion etwas ausprobieren und ihre Grenzen erkennen. Schaut euch mal das Bild unten an und findet die Stelle mit dem schlechten Übergang.

Das war es auch schon wieder für Heute, aber morgen werde ich mal eine Evaluation über meine erste Woche schreiben und einige Eindrücke vermitteln die ich jetzt so nicht im Blog vermittelt habe, so über die Engländer die ich bis jetzt kennen gelernt habe und die Sitten und so. Aber heute geht es erstmal ins Pub.

Freitag, 1. März 2013

Tag 7 - Birne Vs. Apfel

Ich hatte den besten Cider meines Lebens und auch den Schlechtesten
Der bereits erwähnte Birnen Cider (Pear Cider) ist nicht schlecht, aber etwas zu süss für meinen Geschmack. Da ich langsam das Gefühl habe etwas zu viel über Alkohol zu reden, beginne ich mit der letzten Phase meiner Cider Forschung.
Nachdem ich nun tief in das Kaninchenloch geschaut habe (und mit Kaninchenloch meine ich natürlich Apfelhain) habe ich mich nun zum endgültigen Feldexperiment entschlossen: Der billigste Cider gegen den Schlechtesten! Jeder der mich etwas besser kennt weiß nun ganz genau; ich fange mit dem Billigsten an, und Ende mit dem aus dem Keramikkrug der das 3-fache kostet (der Geldautomat ist zum Glück um die Ecke). Und der billigste ist nunmal...da. Das Bild zeigt die 3 l Flasche und die Farbe des Stoffes, und man schmeckt definitiv das möglichst an "natürlichen" Inhaltsstoffen gespart wurde. Die Jugendlichen in dieser Gegend sagen, dass die gerne das Zeug kaufen um flott betrunken zu werden. Und vom Nachgeschmack her muss ich definitiv sagen, dass ich Limo getrunken habe die weniger wie Chemie wirkte (Veltins Fassbrause FTW!). 3-Liter Cider für 4 £? Da trink ich lieber Ale. Aber die Flasche mach ich natürlich trotzdem platt.